Wie entstehen Krampfadern?

Es gibt mehrere Gründe, die die Entstehung von Krampfadern begünstigen. Dazu gehören Vererbung (Genetik), hormonelle Faktoren (Schwangerschaft) und Bewegungsmangel. In einem gesunden Körper entstehen keine Krampfadern. Krampfadern entstehen immer aus erkrankten, meist tiefer liegenden und daher unsichtbaren Venen.

Die plausibelste Erklärung zu ihrer Entstehung ist, dass bei allen Menschen in einem oder mehreren Abschnitten der Venen Belastungen auftreten, etwa durch langes Stehen oder Sitzen. In diesen Phasen sammelt sich Blut infolge der Schwerkraft in den Beinvenen, und selbst bei Venengesunden können kleinere Missgefühle (Stauungs- oder Schweregefühl) auftreten. Die Venen sind überdurchschnittlich gefüllt, aber die Venenklappen funktionieren noch einwandfrei. Sobald der Betreffende ein paar Schritte geht oder die Beine zur Nachtruhe hochlegt, normalisiert sich der Venenzustand. Daher ist dieses noch ein „gesundes“ Stadium.

Wenn sich Belastungsphasen häufen und die Regeneration zu kurz kommt, folgt das Stadium der Überlastung. Merkmal ist, dass nun eine oder mehrere Venenklappen die Blutfülle nicht mehr halten können, sondern rückwärts fliessen lassen. Nun ist es eine Erkrankung, die allerdings nur wenige Stunden am Tag und möglicherweise nur während der Arbeit zu beobachten ist. Gehen Sie früh morgens zum Arzt, wird er nichts finden. Dieses Stadium ist noch voll reversibel, und zwar in der Regel durch Aktivierungstraining, also ohne Eingriffe oder Hilfsmittel.

Wird diese Chance nicht genutzt, wird die Überlastung der Venen und ihrer Klappen dazu führen, dass ganztägig in diesen Regionen eine Flussumkehr festzustellen ist. Normalerweise pumpen die Muskeln von Fuss und Bein das Venenblut aufwärts, und gesunde Venenklappen verhindern das Zurückfliessen. Staut sich zu viel Blut in den Venen, überdehnen sich die Klappenregionen und schliessen nicht mehr. Nun haben wir nicht mehr Belastung oder Überlastung vor uns, sondern eine Venenschwäche. Der Mediziner nennt es „venöse Insuffizienz“ oder „Veneninsuffizienz“. Eine Venenschwäche ist also nicht etwa eine ungünstige Veranlagung, sondern ein Zustand, den der Patient mangels besseren Wissens einfach hat entstehen lassen. Auch in diesem Stadium sind die Venen noch zu retten (reversible Insuffizienz), allerdings kann es Hilfsmittel oder kleinste Eingriffe erfordern.

Das letzte Stadium – und es dauert in der Regel Jahrzehnte, bis es erreicht ist – ist durch eine ausgeprägte Venenschwäche gekennzeichnet. Nun sind die Störungen des Venenstoffwechsels und des Blutflusses so erheblich, dass sie ohne Eingriffe nicht mehr umkehrbar sind. Zumindest kleinere Abschnitte der Venen können nicht mehr erhalten werden. Die meisten Patienten suchen erst jetzt einen Arzt auf, weil die Beschwerden zunehmen, die Krampfadern größer und hässlich geworden sind oder die Haut bereits trocken, gerötet oder anderweitig angegriffen ist.

Merken Sie sich also:

  1. Venenbelastung
  2. Venenüberlastung
  3. Venenschwäche, umkehrbar
  4. Venenschwäche, nicht mehr umkehrbar

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